Aktualisiert 04.08.2020 – Corona: Hilfsmaßnahmen für Betriebsinhaber

Für alle wirtschaftlich Betroffenen der Corona-Krise sind derzeit folgende Hilfsmaßnahmen möglich:

Steuerlich stehen hier die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen und zinslose Steuerstundungen an vorderster Stelle, beides funktioniert gut. Auch Umsatzsteuer wird gestundet und Sondervorauszahlungen werden auf Antrag hin wieder erstattet. Wer aufgrund von Corona im Jahr 2020 einen Verlust erwartet, kann diesen vorab bei den Vorauszahlungen 2019 als Verlustrücktrag einfließen und diese nachträglich herabsetzen lassen. Für die Gastronomie gilt in der Zeit vom 1.7.2020 bis 30.6.2021 gerenell der ermäßigte Umsatzsteuersatz..

Für Arbeitgeber ist Kurzarbeitergeld (KUG) im Bereich der Personalkosten ein Hilfsmittel. 

Sind Sie von einer behördlich angeordnete Betriebsschließung betroffen, informieren Sie sich über Entschädigungsansprüche nach § 56 Infektionsschutzgesetz. Dies greift das InSG nur in Ausnahmefällen.

Interessant kann das InSG hingegen sein, falls Ihre Arbeitnehmer wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten einen Lohnausfall erleiden. Ihre Arbeitnehmer haben dann ggf. ebenfalls einen Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall, der über Sie als Arbeitgeber abzuwickeln ist, so das Bundesarbeitsministerium (weitere Informationen finden Sie hier: BMAS)

Sprechen Sie bei absehbaren Liquiditätsengpässen unbedingt mit Ihrer Bank. Abhilfe sollen die unten erwähnten Sonderkredite der KfW und der LfA bringen.

Die Soforthilfen zur Liquiditätssicherung sind ausgelaufen und wurden ersetzt durch die Corona-Überbrückungshilfen. Für Bayern finden Sie den Link zu weiteren Informationen unter:

https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/

(Ausgelaufen: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/)

Wegen Anlaufschwierigkeiten ist die Antragsfrist bis 30.09.2020 verlängert, wobei sehr viele Unternehmen an den Zugangsvoraussetzungen für die Hilfe scheitern oder es an entsprechend hohen förderfähigen Fixkosten fehlt. Ein Unternehmerlohn wird zumindest auf Bundesebene nicht bezuschusst.

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 5.5.2020 die Verordnung für den „Rettungsschirm“ bzw. ein Zuschussmodell für Zahnärzte und Physiotherapeuten sowie ggf. weitere Branchen des Heilberufebereichs erlassen.

Von Seiten der KfW ist der KfW-Schnellkredit für Unternehmben über 10 Mitarbeitern freigeschalten (hier der Link zu Website der KfW und zum Merkblatt)

Von Seiten der LfA ist ein Schnellkredit für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern verfügbar (hier der Link zur Website der LfA).

Neue zuschüsse gibt es aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Informitionen hierzu stehen seit 03.08.2020 auf der Website der Bundesagentur für Arbeit zur verfügung. Dort müssen Sie den Zuschuss ggf. auch beantragen (hier der Link zur Website der BA).


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