Aktualisiert 07.07.2020 – Corona: Sofortmaßnahmen für Betriebsinhaber

Für alle Betroffenen der Corona-Krise sind aktuell folgende Hilfsmaßnahmen möglich:

Steuerlich stehen hier die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen und zinslose Steuerstundungen an vorderster Stelle, beides funktioniert gut. Auch Umsatzsteuer wird gestundet und Sondervorauszahlungen werden auf Antrag hin wieder erstattet. Wer aufgrund von Corona im Jahr 2020 einen Verlust erwartet, kann diesen vorab bei den Vorauszahlungen 2019 als Verlustrücktrag einfließen und diese nachträglich herabsetzen lassen (Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums vom 23.4.2020). Für die Gastronomie gilt in der Zeit vom 1.7.2020 bis 30.6.2021 gerenell der ermäßigte Umsatzsteuersatz..

Für Arbeitgeber ist Kurzarbeitergeld (KUG) im Bereich der Personalkosten ein Hilfsmittel. 

Sind Sie von einer behördlich angeordnete Betriebsschließung betroffen, informieren Sie sich über Entschädigungsansprüche nach § 56 Infektionsschutzgesetz. Dies greift das InSG nur in Ausnahmefällen.

Interessant kann das InSG hingegen sein, falls Ihre Arbeitnehmer wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten einen Lohnausfall erleiden. Ihre Arbeitnehmer haben dann ggf. ebenfalls einen Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall, der über Sie als Arbeitgeber abzuwickeln ist, so das Bundesarbeitsministerium (weitere Informationen finden Sie hier: BMAS)

Sprechen Sie bei absehbaren Liquiditätsengpässen auch unbedingt mit Ihrer Bank. Der Zugang zu öffentlichen Bürgschaften und zinsgünstigen Darlehen ist ersten Erfahrungsberichten zufolge mit Hürden verbunden. Abhilfe sollen die unten erwähnten Sonderkredite der KfW und der LfA bringen.

Die Soforthilfen zur Liquiditätssicherung sind ausgelaufen und wurden ersetzt durch die Corona-Überbrückungshilfen. Für Bayern finden Sie den Link zu weiteren Informationen unter:

https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/

(Ausgelaufen: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/)

Das Bundesgesundheitsministerium hat am 5.5.2020 die Verordnung für den „Rettungsschirm“ bzw. ein Zuschussmodell für Zahnärzte und Physiotherapeuten sowie ggf. weitere Branchen des Heilberufebereichs erlassen.

Von Seiten der KfW ist inzwischen der KfW-Schnellkredit für Unternehmben über 10 Mitarbeitern freigeschalten (hier der Link zu Website der KfW und zum Merkblatt)

Von Seiten der LfA ist ein Schnellkredit für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern verfügbar (hier der Link zur Website der LfA).

Für Arbeitnehmer und Selbständige kann in Bayern aufgrund des Ende März reformierten Infektionsschutzgesetzes ggf. eine Enschädigung für Verdienstausfall in Frage kommen, der durch fehlende Kinderbetreuung in Verbindung mit Corona entstanden ist.

Details zu einzelnen Punkten finden Sie in unseren Rundschreiben, die Sie hier herunter laden können. Bitte beachten Sie, dass die Schreiben aufgrund der schnelle Entwicklung immer nur den damaligen Tagesstand widerspiegeln.

Corona-Rundschreiben 18.3.2020

Corona-Rundschreiben 06.04.2020

 


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